Biernews aus aller Welt 01/19


Passend zur bockreichen Fastenzeit sehen wir uns heute
das stärkste Bier der Welt an.

 

Um diesen Titel ist ein wahrer Brauerkampf ausgebrochen. Seit rund 10 Jahren duellieren sich die Brauer Europas, wer denn das stärkste Bier brauen kann.

Braumeister Georg Tscheuschner vom Schorschbräu startete das Rennen mit einem Eisbock von 31 vol% und setzte das Jahr darauf noch einen mit 40 vol% nach.

Mit der herkömmlichen Gärungsmethode schafft man das natürlich nicht mehr. Für diese Eisböcke müssen sich die Brauer die Gesetze der Physik zu Nutze machen. Stark eingebrautes Bockbier wird hierfür eingefroren. Da Wasser schneller als Alkohol gefriert – und so „abgeschöpft“ werden kann, erhält man quasi ein „Bockbier-Konzentrat“ mit deutlich mehr Alkoholgehalt!

 

Kurz nach dem Weltrekord von Schorschbräu, brachte die schottische Brauerei Brewdog ihr „Sink the Bismarck“ auf den Markt – mit 41 vol%. (Kleine Info am Rande: die Flaschen waren in ausgestopfte Eichhörnchen verpackt!)
Schorschbräu lies mit seinem Konter nicht lange auf sich warten und so ging der Titel „stärkstes Bier der Welt“ einige Zeit hin und her, bis Brewdog einen legendären Eisbock mit dem eindeutigen Namen „The End of History“ und 55 vol% auf den Markt brachte. Doch tatsächlich kam der deutsche Brauer kurz darauf mit dem „Schorschbock 57“ (57 vol%) heraus.

 

Da alle weiteren Anwärter auf den Titel (z.B. „Snake Venom“ aus Schottland 67 vol%, „Mystery of Beer“ aus den Niederlanden 70 vol%) jedoch nach einer Laborprüfung des Hinzufügens von hochprozentigem Alkohol überführt wurden, bleibt bis heute Georg vom Schorschbräu der Weltrekordhalter für das stärkste Bier der Welt mit seinem „Schorschbock 57“!